Poetry Slam in Trier
Spätestens seit dem viralen Erfolg von Julia Engelmanns Gedicht „Eines Tages, Baby“, das sie selbst als den „Urknall ihrer Karriere“ bezeichnete, ist Poetry Slam einem breiten Publikum bekannt. Das Format verbindet moderne Literatur mit Bühnenperformance und bietet eine lebendige Alternative zur klassischen Lesung.
Die Grundidee ist einfach: ein Mikrofon, ein selbstgeschriebener Text, eine Bühne – und ein Publikum. Beim Poetry Slam treten Künstlerinnen und Künstler, sogenannte Slammer, mit ihren eigenen Texten in einem festgelegten Zeitrahmen gegeneinander an. Dabei zählt nicht nur, was gesagt wird, sondern auch, wie es auf der Bühne präsentiert wird.
Die Bandbreite der Beiträge ist nahezu unbegrenzt: Bewegende Geschichten, humorvolles Storytelling, gesellschaftskritische Texte, nachdenkliche Lyrik oder rhythmische Rap-Performances – jeder Slam kann eine völlig neue Überraschung bereithalten.
Denn Poetry Slam ist mehr als ein Dichterwettstreit. Es ist ein Zusammenspiel aus Sprache, Persönlichkeit und Performance. Ob gesprochen, geflüstert, gespielt oder mit voller Energie vorgetragen: Am Ende entscheidet das Publikum mit seinem Applaus, welcher Auftritt den stärksten Eindruck hinterlässt.
Ursprünglich in den USA entstanden, hat sich Poetry Slam auch in Deutschland zu einer festen Größe der Kulturszene entwickelt. Seit 2003 ist das Format in Trier zuhause: Mit dem Poetry Slam „Verbum Varium Treverorum“ zog eine neue Form der Literaturpräsentation in die Stadt ein und begeistert seither ein treues Publikum.
Im Keller des MJC findet der Trierer Poetry Slam bis heute seine besondere Atmosphäre. Slammerinnen und Slammer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und immer wieder auch internationale Gäste stehen auf der legendären Bühne des kultigen Kellergewölbes und zeigen, wie vielfältig, lebendig und überraschend moderne Wortkunst sein kann.
Der Trierer Poetry Slam „Verbum Varium Treverorum“ ist damit seit über zwei Jahrzehnten ein wichtiger Treffpunkt für Wortkunst, Kreativität und gelebte Bühnenkultur.
Regeln des Poetry Slam
- Keine Requisiten & Kostüme
Erlaubt ist nur, wie man auch im Alltag aussieht.
Ausnahme Textblatt und Handy. (Manche Leute lesen aus ihren (eigenen) Büchern ab. Lasse Samström liest gerne von einer langen, aufgerollten Kassenzettelrolle. )
Alles ok was nur als Medium genutzt wird, um davon den Text zu lesen.
Kritisch wird es, wenn das Medium selbst zum Inhalt wird.
- Zeitlimit
In Trier 7 Minuten
- Nur eigene Texte
Ist ja selbstverständlich. Kenntlich gemachte Zitate sind erlaubt.
Gedichte-Plagiat ist absolut verboten.
- Ach ja, Gesang ist auch verboten, ist ja Spoken Word.
Auch hier werden höchstens Zitate akzeptiert
Rap? Ist eine Ausnahme.
Acapella-Rap ist sehr nah an gereimter Lyrik. Heißt ja auch Sprechgesang.
Rappen wird also als Gesang interpretiert, ist also erlaubt.

